Chronik im Zeitraffer – wichtige Eckdaten des Liederkranz Beutelsbach (LKB)

(entnommen aus der vorliegenden Vereinschronik)

 

1843          7 Männer gründen einen Gesangverein mit dem Namen „Liederkranz“. Zweck der Vereinsgründung: „...den schmutzigen Gassenliedern Einhalt zu tun ...!“

1844          Als sichtbares Zeichen der Zusammengehörigkeit und als stete Erinnerung an die Sängerpflichten schafften sich die jungen Männer eine Standarte an, die im Spätherbst unter Beteiligung der ganzen Gemeinde in einer Feier bei der inneren Kelter eingeweiht wurde.

1859           Der LKB nahm erstmals an einem Liederfest in Ludwigsburg teil (Preis: 1 Fass Bier).

1869           Durch freiwillige Spende der Beutelsbacher Mädchen gelangte der LKB in den Besitz eines kleinen Harmoniums - es soll 35 Gulden gekostet haben.(Dieses Harmonium ist heute als Leihgabe des LKB im Beutelsbacher Heimat-Museum zu sehen).

5.10.1873   Die von L. Bahnmüller gestiftete 2. Fahne wird in einer 2-tägigen Feier eingeweiht. Dabei hatte der damalige Dirigent Deiß die Ehre, einen Massenchor von etwa 500 Sängern zu leiten.

9.11.1919   Das 75-jährige Jubiläum wird mit einer stattlichen Anzahl von Männern und in Anwesenheit von August Lämmle,  Gauvorstand des Silchergaues gefeiert.

1922           Im Februar Anschaffung eines Klaviers / der LKB hat zu diesem Zeitpunkt 70 Mitglieder.

21.01.1924 Im Protokoll wurde festgehalten, dass der LKB nun 77 Mitglieder zählt und der Monatsbeitrag 20 Pfennig beträgt.

1930           Der deutsche Liedertag wurde auch in Beutelsbach mit einer Werbeaufführung auf dem Marktplatz gefeiert. Beim Sängerfest in Schwäbisch Gmünd konnte man mit dem Lied: „Abendfrieden am Rhein“ einen 1. Preis erringen.

1933           Einen Höhepunkt des Jahres 1933 bildete die festliche Begehung des 90. Wiegenfestes des LKB. 20 auswärtige Vereine waren anwesend.

1939-1943  In der Zeit des 2. Weltkrieges kam die Sängertätigkeit urplötzlich zum Erliegen. Oberlehrer Klingler, der den LKB inzwischen übernommen hatte, brachte es zuwege, dass das Singen nicht ganz aufhörte. Auf seine Anregung hin und unter seiner Leitung entstand die „Chorvereinigung Klingler“, die mehrere Vereine des unteren Remstales umfasste (Beinstein, Großheppach, Endersbach, Grunbach und Beutelsbach). Am 9. Mai 1943 feierte der LKB sein 100. Wiegenfest in der hiesigen Turnhalle. Es war dies das letzte Konzert der Chorvereinigung.

1948           Erstmals nach dem 2. Weltkrieg wieder ein Eintrag im Protokollbuch. Unter dem Datum 15.02.1948 darf  man lesen: „Anwesend waren 74 Mitglieder“.

20.05.1951 Einweihung der Remstalkellerei. Musikkapelle, Posaunenchor, Kirchenchor, Frauenchor  und Liederkranz haben sich vereinigt zu der Kantate „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“! Im der Chronik ist vermerkt: Unter der musikalischen Leitung des Landtagsabgeordneten Karl Dippon klang der herrliche Chor über die ergriffen lauschende Menge.

1953           Da das 100-jährige Bestehen des LKB wegen der Kriegswirren nur ganz bescheiden gefeiert werden konnte, wurde der 110. Geburtstag glanzvoll gefeiert.

1960           Einweihung des Sängerheimes. Initiiert und in selbstlosem Einsatz vorangetrieben hatte den Bau der damalige Vorstand und spätere Ehrenvorsitzende Erwin Weber.

1964           Nach vielen Anläufen hat es endlich geklappt – auch Frauen singen jetzt im Liederkranz Beutelsbach.

1966           Das Sängerheim wird erweitert und eine Songgruppe wird gegründet (aus der dann Jahre später  „d’Rebläus“ entstehen).

1977           Ein Kinderchor wird gegründet – nach anfänglich guten Erfolgen mit bis zu 70 Kindern muss der Chor nach 5 Jahren mangels Nachwuchs aufgegeben werden.

1985           Anbau einer Garage zur Aufbewahrung mancherlei Gerätschaften. Dabei entsteht auch ein kleines, gemütliches Sitzungszimmer das in Würdigung des langjährigen Vorstandes und Ehrenvorstandes Erwin Weber in „Erwin-Weber-Stüble“ getauft wurde.

1988           Generalrenovierung des Sängerheimes mit Einbau einer modernen Fußbodenheizung und neuer Möblierung.

1989           Konzert in Ulm anlässlich des 200. Geburtstages von Friedrich Silcher. Gemeinsam mit anderen Chören aus der näheren Umgebung beteiligte sich der LKB beim Konzert des Schwäbischen Sängerbundes. Die Beiträge der Chöre aus dem Silchergau wurden dann im November als eigenständiges Konzert in der Beutelsbacher Halle aufgeführt.

1992           Gründung eines „Stammtisches für ältere Mitglieder und Freunde des Liederkranzes“ unter der Federführung von Horst Weber.

1993           Der LKB wird 150 Jahre alt und begeht dieses tolle Jubiläum mit einem Festwochenende im Juni und einem Konzertabend im November.

2002           Der Pop-Chor „Überschall“ schließt sich dem LKB an.  

2003           Beim Landes-Musik-Festival in Rastatt und Ötigheim am 26. April wurde dem LKB die Conradin-Kreutzer-Tafel übereicht.

2003           Am 02. November beging der LKB seinen 160. Geburtstag mit einem Konzert in der Beutelsbacher Halle, welche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die 3 Chöre des LKB und das Weinstadt-Sinfonie-Orchester unterhielten mit Musical-Melodien und Evergreens die Besucher.

2004           Erste Sonntags-Matinee am 18.07.2004 im Stiftshof in Beutelsbach, bei strahlendem Sonnenschein. Es traten alle drei Chöre des Liederkranzes auf.

2006          Der Pop-Chor "Überschall" wurde 10 Jahre alt. Aus diesem Anlass wurde im Stiftskeller am 05. November ein Konzert mit allen 3 Chören durchgeführt

2008          Innenrenovierung Sängerheim, die Decke wurde neu gestrichen und für die Fenster gab es neue Vorhänge.

2009          Parkettboden der Bühne wurde abgeschliffen und neu versiegelt. Außerdem wurde das "Erwin-Weber-Stüble" renoviert und zu einem Vereinsbüro umgerüstet.